Beiträge von Zavyera

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    Jahre später

    Meine Eltern sind tot. Das zumindest weiß ich jetzt. Nun zumindest ist das die logische Konsequenz die ich daraus ziehe, dass ich beide nie wieder gesehen habe. Ich habe irgendwann aufgehört über sie und die anderen, meiner Tante und Dima, nachzudenken. Es war sinnlos so viel Konzentration auf das Auffinden und Retten der anderen zu verschwenden, wenn ich selbst doch nur knapp über die Runden komme. Klar ich bin besser geworden und mich den Umständen soweit es geht angepasst, aber ein Kinderspiel ist das ganze immer noch nicht. Im Gegenteil. Es bestehen nach wie vor Parteien in Chernarus, manche mehr manche weniger radikal, aber allesamt Schwachsinn in meinen Augen. Gerade während des großen Chaos waren die Menschen kaum von den Kranken zu unterscheiden. Es wurde geplündert, gemordet und sich über jede für unüberschreitbar gehaltene Grenze hinweggesetzt. Der Abschaum der es am weitesten getrieben hat und am meisten mordete und plünderte ist als Sieger aus diesen Dunklen Zeiten herausgegangen. Jetzt haben sich genau diese abgrundhaften Gestalten zusammengetan um sich teils gegenseitig teils untereinander die Köpfe einzuschlagen.


    Nein ich halte nichts von „Fraktionen“. Beinahe gezwungener Maßen bin, oder war ich Anhänger der CPD. Ich bin schon lange nicht mehr aktiv als Fraktionsangehöriger tätig, jedoch sind mir die Fraktionsinternen Machenschaften immer noch geläufig. Während der Verzweifelten suche nach meinen Eltern gingen mir die Möglichkeiten und Mittel aus, sodass mir nur noch ein letzter Lichtblick blieb. Ich beschloss mich einer Fraktion anzuschließen um so die Chance meine Eltern zu finden zu erhöhen. Ich wurde sofort aufgenommen und zuerst erschien mir alles super. Ich hatte zum ersten Mal seit Langem Hoffnung und genau diese Hoffnung trieb mich weiter an. Ich teilte natürlich sofort mein Anliegen mit, meine Eltern zu finden und ich stieß auch überraschender Weise auf Gehör. Ich erkundete mich stets wie die Suche voran ging und erhielt immer die selbe Antwort: man kümmert sich darum. Meine Hoffnung schwand mit jedem Tag und jeder Woche wo man sich „darum kümmerte“. Irgendwann reichte es mir und ich vertraute mich einem der oberen Offiziere an, von dem man mir sagte, dass er zuständig für die Suche nach meinen Eltern war. Ich fing an ihm den Marsch zu blasen, was er doch nur für ein schlechter Offizier sei, wenn es ihm unmöglich ist zwei einfache Menschen in einem Gebiet der Größe von Chernarus zu finden, jedoch schaute der mich nur verdutzt an. Ich erfuhr auch sofort wieso. Er hatte keinen blassen Schimmer von was ich sprach. Nach näherem Nachfragen erfuhr ich auch wieso. Der Befehl zum Auffinden zweier vermisster, meiner Eltern, ging nie an irgendwen durch. Man beschloss also einfach meine dringende Bitte abzuweisen und mir weiß zu machen, dass sie fest an der Suche arbeiten. Ich arbeitete so hart es ging für diese Fraktion und brachte alles was ich hätte bringen können und sie taten nichts für mich. Ich wurde benutzt. Ausgenutzt. Ich war wahnsinnig sauer, so sauer, dass ich meine Wut an jemanden auslassen wollte. Dieser jemand war der Befehlshaber der mich für Wochen immer nur mit einer einfachen Antwort Abspeiste. Ich stürmte in sein Büro und fing an zu fluchen und zu brüllen. Er sagte nichts bis ich mich beruhigt hatte und rief die Wachen. „Entfernt dieses Individuum aus meinem Büro und sorgt dafür, dass er die nächste Woche in doppelter Schicht arbeitet“. Mir war es genug. Genug von diesen Menschen, dieser Fraktion. Ich ging fort und beschloss von diesem Tag an kein Bündnis mehr mit irgendeiner Gruppe, einer Fraktion oder auch nur mit einzelnen Personen einzugehen. Ich erkundigte mich ab und zu bei alten Bekannten der Fraktion. Ich kam trotz meiner Wut auf Fraktionen nicht darum herum mich manchmal nach Statusmeldungen die Krankheit betreffend umzuhören. Auch Handeln zog ich ab und zu in Erwägung da ich letzendlich doch nicht alle Güter aus er Natur gewinnen konnte. Wenn es darauf ankommt ist jeder auf sich selbst gestellt und daran halte ich bis heute fest. Auf die Erfahrungen die ich bisher mit Angehörigen solcher Fraktionen gemacht habe kann ich im Nachhinein getrost verzichten. Es gibt für mich nur noch mich und darum dreht sich auch mein gesamter Alltag. Ich habe einfach nicht genug Zeit und erst recht keine Lust diese wenige Zeit dafür zu verschwenden, irgendwelchen Prinzipien und Ideologien hinterherzurennen. Ich war noch nie wirklich Politik interessiert und gerade heute kann ich mir vor Augen halten wieso Politik oder so was einfach nicht funktioniert. Du bist den Parteien egal, nur das Große Ganze zählt und dafür kommen einzelne unter die Räder der Fraktionsmachenschaften, wie ich am eigenen Leib erfahren habe. Ich bin meines eigenen Glückes Schmied und das wird auch immer so bleiben, das schwöre ich mir.


    Ich treibe mich immer noch hauptsächlich in der Natur herum. Die größeren Orte und „Hotspots“ sind mir zu unsicher, außerdem werden manche Bereiche stets von Fraktionen kontrolliert. Ich war zwar schon immer ein interessierter und aufmerksamer Biologie Student, jedoch ist diese Erfahrung mit der Natur etwas völlig anderes als meine Arbeit im Labor. Die Praxis in den letzten Jahren hat mich auch gut vorangetrieben und ich konnte meinen eh schon nicht allzu kleinen Wissensstand noch um einiges Erweitern. Ich bin inzwischen sogar nicht mehr auf das Fertigfutter angewiesen um das sich der Rest der Menschheit schlägt, sondern ich pflanze und ernte mein eigenes, gesundes Essen. Das sind dann die einzigen Erfolgsmomente die einem in so einer Zeit noch bleiben. Ich war zwar früher nie so der Typ für Meeresbiologie, aber ich habe mich, vertrauend auf meine Instinkte, auf die ein oder andere Insel gewagt die Chernarus zu bieten hat und bin überaus überrascht gewesen wie viel Platz, Vielfalt und vor allem Ruhe diese Inseln doch zu bieten haben, sodass ich mich dort oft für Wochen oder gar Monate niedersetze, bevor ich wieder mal einen Landgang machen, um Vorräte aufzufrischen. Alles in allem kann ich mich wirklich nicht über mein jetziges Leben beklagen. Klar es ist ein Kampf gegen die Zeit und noch vieles andere, aber ich fühle mich zu ersten mal so als wäre ich irgendwo richtig. Ich gehöre hier her. Hier und jetzt ist meine Zeit und mein Platz um am Leben zu sein.


    -- Skill-System --


    KAMPF

    > Waffen: 1 1/15

    > Technik: -- 0/15

    > Tarnung: -- 0/15


    ZIVIL

    > Landwirtschaft: 3 6/15

    > Wildnis: 2 3/15

    > Handwerk: 1 1/15


    WISSENSCHAFT

    > Erste Hilfe: 1 1/15

    > Forschung: 2 3/15

    > Technik: -- 0/15

    . Als das Echo verklungen war, öffnete ich die Augen. Vor mir auf dem Boden lag der Mann. Ein Loch war an der Stelle, wo gerade noch sein gruseliges Auge war. Blut breitete sich auf dem Boden aus. Es sickerte durch die Erde und hinterließ eine rote Färbung. Ich atmete tief durch. Ich hatte also getötet. Kein Tier, einen Menschen. Mir wurde schlecht. Mein leben hatte ich der Entstehung und Entwicklung des Lebens gewidmet. Jetzt hatte ich genau das ausgelöscht. Meine erste Intention war, nach Hause zu laufen. Ich konnte nicht mehr hier bleiben, bei den zwei Toten. Ich stapfte also noch etwas verwirrt den Pfad nach Hause entlang. Ich kam zu einem Punkt auf einem Hügel über Nagornoe. Ich setzte mich kurz ins Gras. Tränen liefen über mein Gesicht. Ich konnte nicht fassen was heute alles passiert war. So saß ich da, bestimmt dreißig Minuten und wartete das mir Dima mit Hilfe entgegenkam, doch nichts passierte. Was kann mit ihm bloß passiert sein? Sonst war er immer sehr zuverlässig. Ich beschloss mir also selbst zu helfen und in die Stadt zu gehen. Ich war bloß ein paar schritte gegangen, da hörte ich aus Nagornoe Schüsse hören. In schnellen Intervallen, immer wiederkehrend wurde geschossen. Ich konnte keinen klaren dazu fassen was dort vorgeht. Nach ein oder zwei Minuten die ich in Deckung, ans Gras gepresst verbrachte, nahm ich das Gewehr und betrachtete die Situation in der Stadt aus der Nähe. Am Ortsausgang standen mehrere gepanzerte Fahrzeuge der Tschernarussischen Armee. Soldaten liefen hektisch hin und her und versuchten dem Anschein nach irgendwelche Befehle auszuführen. Sie brachten verschreckte Menschen in Buse und Trucks die am Stadtrand geparkt waren. Alle waren in Panik. Schüsse vielen wieder und ich versuchte den Ursprung dieser herauszufinden. Am Stadtplatz, der von meiner Position aus gut einsehbar war, schossen Soldaten auf Menschen. Menschen die aussahen wie der Mann den ich erschossen hatte. Sie hetzten auf den nächstbesten Menschen zu, ohne Furcht vor dem Tod. Sie waren wie Wilde. Gerade als eine größere Gruppe von diesen Tieren auftauchte, lud einer der Soldaten nach. Dies war sein größter Fehler. Gleich zwei fielen über ihn her und auch die Schüsse der anderen Soldaten konnten ihn nicht mehr retten. Blut lief über den Boden und die Bewegungen des Soldaten erschlafften. Er war tot. Das war zufiel für mich. Was ist bitte los? Menschen fallen wie Kannibalen über andere her und fressen sie auf! Was kann einen dazu bewegen so zu werden? Eine Krankheit. Das würde auch die körperlichen Erscheinungen erklären. Die blasse Haut, die unterlaufenen Augen, das waren alles Fiebersymptome. Das schien mir eine plausible Erklärung. Ich begann mir ernsthafte Sorgen um meine Eltern und meine Tante zu machen. Wurden sie von zuhause auch abtransportiert? Sind sie auch krank geworden? Nein das konnte nicht sein, gestern waren sie doch alle noch kerngesund. Obwohl…. Das war der Mann und seine Freundin auch. Ich konnte nicht mehr. Alles drehte sich. Um mich wurde Nacht.


    Als ich wieder aufwachte lag ich immer noch auf dem Hügel. Es war bereits Abend. Die Sonne berührte schon fast den Horizont und Dunkelheit brach herein. Ich muss wohl lange weggetreten sein. Ich sah sofort auf das Dorf vor mir herab. Eine dicke Rauchwolke stieg im Stadtzentrum in die Höhe. Die Fahrzeuge zum Abtransport der Bewohner waren weg. Nur ein Truck stand noch am Stadtrand, wo die Armee in aller Eile die Bewohner eingesammelt hat.

    Ich sah durch das Visier auf das Auto hinab. Um die zwölf Tote lagen um das Fahrzeug herum verstreut. Zwei davon Soldaten. Und inmitten all dieser Menschen schlurften ihre Mörder umher. Ich stand auf und eine wilde Entschlossenheit stieg in mir auf. Ich würde nicht so enden wie diese Menschen. Ich würde Überleben. Und mit dieser Einstellung ging ich zurück in den Wald. Der Wald war meiner Meinung nach der Beste Schutz den man in einer Situation wie dieser haben konnte. Keine Zivilisation, genug Nahrung und Wasser und am wichtigsten: Deckung. Ich übernachtete in den folgenden Tagen in den Wipfeln irgendwelcher Bäume. Ab und zu sah ich die Flugzeuge die über Chernarus hinwegflogen und die manchmal Vorräte abwarfen. Die Tage voller Ungewissheit, was los ist quälten mich aber ich sollte eher in Ungewissheit als in Gefahr leben, beschloss ich.


    Drei Monate nach dem Ausbruch:
    Ich lebe noch. Das ist das Wichtigste. Nach mehreren Tagen die ich im Wald verbrachte wanderte ich zu der alten Jagdhütte, die mein Onkel besaß. Auf dem Weg dorthin traf ich andere Überlebende des Ausbruchs. Sie erzählten mir, dass es wohl eine seltsame Krankheit im Land krusiert, die Infizierte tötet oder zu "Wilden" macht. Sie waren jedoch zu verängstigt als dass sie einen Fremden wie mich aufgenommen hätten. Sie überließen mit ein wenig Nahrung und Wasser, dann zogen sie weiter. Ich erreichte die Hütte nach einem eher beschwerlichen Fußmarsch. Sie lag hoch in den Bergen, wo genau weiß ich nicht. Ich kannte nur den Weg. Ich nistete mich dort ein, in der Hoffnung hier länger bleiben zu können. Ich hatte genug Vorräte um für eine Woche durchzukommen, dann würde ich weiter ziehen müssen. Ich hatte dort sogar ein Radio gefunden, aber das half mir auch nicht viel weiter. Eine Notfallnachricht, die in Dauerschleife wiederholt wurde. Wirkliche Informationen enthielt sie nicht. „Bleibt in den Wohnungen, Hilfe naht.“. Von wegen. Seit dem Ausbruch ist nicht viel geschehen. Soldaten sehen sich die Situation lieber von oben aus Flugzeugen und Helikoptern an, als irgendwie einzugreifen. Das zweite große Problem das es gab waren aber nicht von unnatürlichem Ursprung: Plünderer. Sie schlossen sich in Gruppen zusammen und nutzten das Chaos aus wo es nur ging. Kein Gesetz gilt hier in Chernarus mehr. Sie mordeten und raubten, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Ich selbst habe eine solche Gruppe gesehen. Sie waren gerade dabei Autos aufzubrechen. Schwer bewaffnet zogen sie umher. Besser man kommt ihnen nicht in die Quere. Ich aß mich also in der Hütte satt und schlief ein wenig. Das hatte ich in letzter Zeit sowieso zu wenig getan. Ich machte mir ernsthaft Sorgen um meine Familie. Ich konnte ihnen im Moment des Ausbruchs nicht erreichen, alle Telefone waren tot. Um zu ihnen zu gelangen muss ich mich durch Infizierte und Räuber schlagen. Ich sah für mich jedoch keine andere Möglichkeit weiterhin zu überleben ohne durchzudrehen. Ich musste sie finden. Ich war die ganze Zeit fest in dem Glauben, dass Dima sie beschützen würde. Er wird sie in Sicherheit gebracht haben. Sie leben noch. Ich weiß es. Deshalb brach ich später mit allen Möglichen Vorräten, die ich hatte beisammen kratzen können, los um meinen Eltern zur Hilfe zu kommen. Es gibt einen Weg, es gibt immer einen. Der Wald wird mich decken, bis ich die Situation genauer einschätzen kann. Offen herumzulaufen ist im Moment noch zu gefährlich. Der Mensch ist ein kaum besseres Wesen als die Kranken, die nun Tag und Nacht herumzogen. Keine Gesetze, keine Fesseln an die man sich halten muss. Natürlich gab es auch solche wie mich, die stets an das Gute im Menschen glaubte. Das hoffte ich zumindest. Und so begann meine Reise ins Ungewisse ohne Wiederkehr.

    Schon um 6:00 Uhr standen wir auf und gingen auf die Jagd. Aufgrund des recht lockeren Jagdrechts in Chernarus, konnten wir quasi alles schießen was uns über den Weg lief. Wir waren also sicher dass wir Wild nach Hause bringen werden. Wir gingen etwa eine Stunde tiefer in den Wald und warteten auf einer Lichtung. Wir sahen einige Bergziegen, doch beschlossen auf etwas größeres zu warten. Nach zwei Stunden Wartezeit beschlossen wir gerade, unsere Position zu wechseln, als ich eine kurze Bewegung in einem dichten Gebüsch, etwa zweihundert Meter Luftlinie entfernt, wahrnahm. Ich machte Dima darauf aufmerksam. Er sah welches Gebüsch ich meinte und legte an. Eine Zeit lang passierte nichts und ich dachte fast schon ich hätte mich geirrt, da war es wieder. Diesmal konnte man die Umrisse einer Gestalt erkennen. Ich ging davon aus, dass es ein Hirsch war, denn die Größe stimmte ungefähr überein. Auch Dima hatte es bemerkt und zielte. Das Tier, (wir glaubten zumindest, dass es eines sei), bewegte sich weiter. Es schien als bückte es sich über irgendetwas, was am Boden lag. Dima hatte es genau im Visier, als er seine Stirn runzelte. „Sam sieh dir das an“, sagte er mit seinem russischen Akzent. Er reichte mir sein Jagdgewehr und ich sah durch das Langstreckenvisier und suchte das Ziel. Ich konnte das Gebüsch erkenne, dass wir die ganze Zeit betrachteten, doch die Umrisse konnte ich nicht als Hirsch identifizieren. Egal wie viel Mühe ich mir gab, ich konnte das Tier nicht richtig erkennen, deshalb beschloss ich mir anzusehen, worüber das Tier gebückt war. Ich zoomte noch etwas hin. Auch ich konnte nicht ganz glauben was ich dort sah. Es war ein totes Reh. Und das andere Tier aß davon! „Shit, was für Fleischfressende Tiere gibt es hier?“, fragte ich Dima erschrocken. „Ab und zu kommen ein paar Wölfe hier ins Tal, aber eigentlich nie so nah an die Dörfer heran, das ist besorgniserregend.“, antwortete er. Wir beschlossen beide, dass wir wohl besser schnell von hier verschwinden sollten, bevor wir noch in Schwierigkeiten kamen. Schnell machten wir uns auf den Weg zurück zum Auto. Als wir es erreicht hatten, stieg ich schon einmal ein und Dima verstaute die Ausrüstung auf der Ladefläche. Ich dachte gerade über unseren Ausflug nach, missmutig, dass er so schnell beendet war, als ich etwas hörte. Es war nicht Dima. Fußspuren. Tip tap tip tap. Dank meiner Erfahrung als Jäger konnte ich ganz genau sagen, dass es zwei Beine waren, die da aus dem Dickicht auf uns zustapften. „Dima komm vor schnell.“, flüsterte ich durch das offene Fenster. Dima reagierte sofort und schwang sich auf den Beifahrerplatz. „was ist ?“, kam von ihm. „Ich höre irgendetwas durch den Wald ziehen, aber viel zu laut für einen Wolf. Ich will trotzdem nicht länger hier bleiben. Dieser Wald strahlt etwas seltsames aus.“. „Ach komm mach dir nicht ins Hemd du wirst wohl...“. BOOM. Irgendetwas rammte das Heck unseres Offroaders. „Fuck was zum..“, rief ich und drückte gleichzeitig aufs Gaspedal. Die Reifen drehten durch und wir setzten uns viel zu langsam in Bewegung. Irgendetwas schrie wie ein geschlagener Hund. Endlich fuhren wir los. Ich bretterte den Feldweg so schnell entlang, dass wir fast vom Weg abkamen. „Verdammte scheiße was war dass den?“, rief ich außer Atem. Dima antwortete nicht. „Dima alles in Ordnung?“. „Verdammt Sam, das war kein Wolf oder irgendein anderes Tier. Das war ein Mensch“.


    Auf der weiteren Fahrt redeten wir kaum. Wir standen beide unter Schock. Laut Dima war ein Mann mit fahler, weißer Haut gegen unseren Offroader gerannt als wollte er hinaufklettern. Er bewegte sich seltsam abgehakt. Auch der Schrei kam von ihm. Ich konnte nicht verstehen was ein Mann alleine im Wald machte und warum er so aggressiv war. Mit diesem Rätsel hatte ich die ganze Fahrt zum Camp über zu kämpfen. Wir waren fast angekommen, da sprach Dima aus was wir beide die ganze Fahrt über dachten. „Das war kein Mensch mehr Sam. Das war kein Mensch. Er hat sich verwandelt in etwas böses, etwas unerklärliches.“. Ich konnte nichts dazu sagen. Ich war der selben Meinung.

    Wir fuhren auf unseren Zeltplatz und uns viel gleich auf, dass etwas nicht stimmte. Das Zelt unserer Nachbarn war zerrissen und der Grill umgeworfen. „Was zur Hölle?“, sagte Dima. Wir parkten etwas Abseits des Camps und gingen auf das Zelt unserer Nachbarn zu. Als wir davor standen, konnten wir erkennen, dass es wohl mit purer Gewalt zerstört wurde. „Hallo ist da wer drinnen ?“, rief ich. Niemand antwortete. „Ich komme jetzt rein, nicht erschrecken, ok?“, sagte ich noch. Ich zog die Zeltwand beiseite. Ich konnte nicht fassen was ich dort zu sehen bekam. „Oh verdammter Gott!“, rief Dima. Vor mir lag in einem Schlafsack halb eingehüllt unsere Zeltnachbarin. Sie war tot. Ein Arm war abgerissen und der Hals war vollkommen zerfetzt. Eine riesige Blutlache bildete sich um sie. „Was zur Hölle ist mit ihr passiert?“, fragte Dima mit fast flüsternder Stimme. „Ich weiß es nicht. Irgendetwas hat sie angefallen…. Oh mein Gott Dima sie ist tot!“, rief ich hysterisch. „Wir müssen die Polizei rufen, nein den Notarzt, ach nein beide!“. Dima sah mit bleicher Mine in mein Gesicht. Er stand offensichtlich unter Schock. “Wir haben hier kein Netz, das weißt du!“, sagte Dima. „ok, dann fahr mit dem Auto und hol Hilfe, ich bleibe hier und passe auf.“, antwortete ich. Dima dachte kurz nach und nickte dann: „Aber nimm das Gewehr und passe auf dich auf! Falls das, was sie so zugerichtet hat zurückkommt, bist du geliefert.“. Seine Worte waren nicht gerade aufmunternd, aber er hatte recht. Er schritt schnell zum Wagen und nahm das Gewehr von der Ladefläche. Er warf es mir zu und ging zur Fahrertür. „Komm bald wieder, sonst werde ich noch wahnsinnig.“, sagte ich. Er nickte abermals. Der Motor startete und weg war er. Ich stand allein auf der Lichtung mit einer toten Frau die von was weiß ich was zerfetzt wurde. Erst der Mann vorhin und jetzt das! Ich konnte den Anblick der Frau nicht weiter ertragen, deshalb schritt ich ein wenig umher und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Was kann so etwas getan haben? Ich merkte wie ich schwitzte, daher ging ich zu unserem Zelt in der Absicht etwas zum trinken zu besorgen. Ich schritt gerade auf unser Zelt zu, da bemerkte ich das es offen stand! Ich stoppte sofort. Vielleicht war der Mörder, ob Mensch oder Tier gar nicht weg, sondern versteckt sich in unserem Zelt! Ich schritt langsam darauf zu. Meine Finger umklammerten den Griff des Gewehrs. Als ich etwa drei Meter vor unserem Zelt stand, ergriff ich all meinen Mut und sagte mit lauter doch gebrochener Stimme: „Raus da wer auch immer du bist!“. Eine kurze Bewegung in dem Zelt dann nichts. Ich wartete. „Letzte Chance. Ich bin bewaffnet und bereit zu schießen!“ rief ich noch einmal. Dann rührte sich wieder etwas, doch diesmal energischer. Ein knurren war von drinnen zu hören. Immer hektischer wurden die Bewegungen innen drinnen und die Zeltwand bebte. Nach wenigen Sekunden entblößte sich dann der erste Teil der Person die es langsam schaffte aus dem Zelt zu stolpern. Es war der Freund der toten Frau. „Was zum? Was haben sie getan? Wie….“, ich konnte es nicht fassen. Der Mann sah genau wie der von vorhin seltsam aus. Doch diesmal konnte Sam ihn genauer betrachten. Er hatte blutunterlaufenen Augen und gelbe Pupillen. Seine Glieder hingen schlaff an ihm herunter. Sein Mund war jedoch am auffälligsten. Er war blutverschmiert und ließ daher keine Zweifel offen. Er hatte seine Freundin getötet und zerfleischt. Ob bei er bei Sinnen war oder nicht, er musste es getan haben. Der Mann stolperte langsam auf mich zu. „STOP KEINE SCHRITT WEITER ODER ICH SCHIEßE!“, schrie ich. Der Mann kam immer näher. „STOP VERDAMMT NOCHMAL“. Noch zwei Meter bis zu mir. Der Mann röchelte krankhaft und schritt weiter auf mich zu. Ein Meter noch. Ich hatte keine Wahl. Ich schloss die Augen und drückte ab. Ein lauter Knall ließ mich zusammenzucken



    Name: Sam Marija
    Spitzname: Samy
    Alter: 54 Jahre alt
    Früherer Wohnort: Atlanta
    Früherer Beruf: auszubildender Biologe

    Fraktion: CPD



    Vorstellung von Sam Marija


    Vorgeschichte:

    Mein Name ist Sam, einfach nur Sam. Ich bin 54 Jahre alt und ledig.

    Ich bin am 2. September 1969 in Atlanta geboren. Mein Vater ist Amerikaner, meine Mutter Russin. Geschwister habe ich leider keine. Ich hätte aber gerne welche. Die meiste Zeit meiner Kindheit habe ich nämlich alleine verbracht. Mein Vater arbeitete auf dem Bau, meine Mutter als Kellnerin. Ich war also fast den ganzen Tag auf mich gestellt, bis sie Abends heimkamen. Ich ging wie jeder in meinem Alter in die Schule, jedoch fand ich nie recht Spaß daran, besonders weil ich nicht gerade der beliebteste war. Mit ein zwei Leuten verstand ich mich recht gut, dass war´s dann aber auch schon.


    So vergingen also die Jahre bis ich 16 war und die Entscheidung zu treffen hatte, wie ich weiter vorgehen sollte. Eines Abends als ich von der Bibliothek nach Hause kam, warteten meine Eltern bereits im Wohnzimmer auf mich. Ich dachte schon, es ist etwas Schlimmes passiert, da eröffneten sie mir, dass sie die letzten Jahre genug zusammen gespart hatten, um mir einen Platz am College zu ermöglichen. Das war wohl der berührendste Moment in meinem Leben. Meine Familie besaß nicht viel und Geld war eigentlich immer knapp für uns, aber ich durfte aufs Collage ! Meine Leistungen in der Schule waren immer schon befriedigend bis gut, aber ab diesem Moment strengte ich mich mehr an als je bevor. Ich erbrachte wirklich gute Noten im College und am ende hatte ich es geschafft. Ich war Klassenbester und hatte den besten Schulabschluss unseres College.


    Folglich bekam ich also ein Stipendium und konnte Studieren. Ich war mir jedoch im Unklaren darüber, was ich in meinem weiteren Leben werden wollte und so recherchierte ich lange Zeit was wohl zu mir passe. Nach langer Überlegung also beschloss ich mich Biologie zu studieren. Ich war schon immer sehr interessiert was Mensch und Natur angeht. Ich ging also auf eine Universität und lernte wieder mit dem selben Engagement, wie zuvor. Es war zwar etwas schwerer als zuvor auf dem College, aber insgesamt kein Problem für mich. Nach 2 Jahren war mein Studium zur Hälfte abgeschlossen und ich bekam eine Anstellung, also vielmehr einen Freizeitjob bei einem Professor namens Jonas Hambuild. Wir verstanden uns prächtig und wurden so etwas wie Freunde. Ich unterstütze ihn bei vielen seiner Studien und Experimenten. Nebenbei lernte ich auch viel für meine Prüfungen und meisterte diese fast immer auch mit guten Noten. Als meine Abschlussprüfungen immer näher kamen, stand für mich also fest, dass ich als Assistent im Labor von Prof. Hambuild arbeiten werde. Ich packte die Prüfungen locker und durfte in einem Halben Jahr anfangen zu arbeiten. Ich war zu diesem Zeitpunkt 20 Jahre alt. Nachdem mir mein Studium und mein Leben nur durch meine Eltern ermöglicht wurde, beschloss ich auch ihnen wenigstens eine kleine Freude zu bereiten. Die Schwester meiner Mutter lebte zu diesem Zeitpunkt in Chernarus, einem Gebiet direkt am Schwarzen Meer. Meine Tante und meine Mutter hatten sich seit ihrer Ausreise aus den USA nicht mehr gesehen, da sich dort seit jeher enorme Spannungen zwischen dem Volk aufbauten und es so nur recht schwierig war eine Aus- oder Einreise zu ermöglichen. Ich hatte jedoch einen riesen Vorteil: Ich kannte Jonas Hambuild. Jonas und ich sprachen manchmal während unserer Arbeit über private Dinge wie Familie und so weiter und dabei erzählte ich ihm einmal wie verzwickt die Situation mit meiner Tante doch ist und wie traurig es meine Mutter stimmt. Schon damals schlug er mir vor auf ein paar seiner alten Kontakte zurückzugreifen, die er während seiner Doktorarbeit in Cheranarus knüpfte, damals lehnte ich jedoch ab da ich es für sicherer hielt die Unruhen abzuwarten und erst danach eine Reise nach Chernarus zu wagen. Nun bis jetzt hat sich dort zwar nicht wirklich viel getan, ganz im Gegenteil. Die NATO und Sowjetunion hatten sich inzwischen in den Konflikt eingemischt, was der Bevölkerung nicht gerade gut tat. Ich wusste zwar schon zu diesem Zeitpunkt dass ich ein hohes Risiko auf mich und meine Familie nehmen würde, jedoch war es mit das wert. Ich sprach mit Professor Hambuild und keine zwei Wochen später kamen die Visa bei uns Zuhause an. Meine Mutter hat sich schon lange nicht mehr so gefreut und es brachte mir Tränen in die Augen zu sehen wie glücklich sie war. Noch dazu würde meine Tante gar nicht damit rechnen uns zu sehen, da die Brief und Post Bestimmungen so streng sind, dass es uns quasi unmöglich war ihnen vor unserer Reise Bescheid zu sagen. Wir machten uns also auf den Weg in ein Land in dem Bürgerkrieg herrschte… Meine Tante wohnte zwar nicht in der am dichtesten besiedelten Region, also erhoffte ich mir genug Ruhe und keine Zwischenfälle in diesem Gebiet. Wenn ichs doch nur besser gewusst hätte….


    Hier und Jetzt:

    Wir waren bereits seit 1 ½ Wochen in Chernarus. Die Anreise funktionierte überaschend unproblematisch und schnell, sodass wir nach nur 3 Stunden den Flughafen verließen und uns auf zu meiner Tante machten. Es war die meiste Zeit gutes Wetter und wir konnte viele Ausflüge machen. Der Bürgerkrieg zog quasi an uns vorbei, ohne dass wir etwas davon mitbekamen. Meine Tante hatte inzwischen auch geheiratet und 2 Kinder bekommen. Man konnte ihnen allen zwar die Last des Bürgerkriegs anmerken, jedoch versuchten sie für uns das ganze nicht so aufzubauschen. Ihr Sohn Dima war 25 Jahre alt und ihre Tochter Anastasia 20. Mit Dima verstand ich mich wahnsinnig gut und er wurde allein in der kurzen Zeit die wir da waren zu meinem besten Freund. Wir unternahmen viel zusammen, wir gingen Angeln, Jagen und Campen in den dichten Wäldern Chernarus. Generell blieben wir weg von den großen Zivilisierten Gebieten, da es dort oft zu gewaltsamen Zwischenfällen kam. Es war die schönste Zeit die ich je hatte. Meine Tante besaß eine einigermaßen große Wohnung etwa 2 Kilometer entfernt von Severograd. Die wenigen Bewohner Chernarus, die ich kennenlernte, waren ein recht freundliches, wenn auch wortkarges Volk. Des Öfteren gingen wir, also Dima, ich und Ananstasia in einer Bar um die Ecke was trinken. Trinken konnte die Ansässigen hier recht gut und im Wettkampf war immer ich der, der zuerst umkippte, aber alles in allem war es ein recht lustiger Zeitvertreib.


    Am Wochenende der 2. Woche beschlossen Dima und ich zusammen Jagen zu gehen. Aber diesmal wollten wir tiefer in den Wald, also nahmen wir Zelt und Campingausrüstung mit um gleich im Morgengrauen auf der Lauer liegen zu können. Dima kannte ein schönes Waldstück, dass voll von Wild war. Es lag etwa zwanzig Gehminuten von Nagornoe entfernt. Wir brachen Mittags auf um genug Zeit zu haben um dass Lager aufzubauen. Wir fuhren mit dem Pickup von Dimas Vater los, de ihn uns netter Weise zur Verfügung gestellt hatte. Wir fuhren etwa dreißig Minuten, bis wir die Stelle erreicht hatten. Wir bauten unser Zelt auf einer kleinen Lichtung auf. Es war schon Abend, deshalb machten wir uns ein Feuer und grillten uns Würstchen. Fast schon im Anbruch der Dunkelheit, fuhr ein zweites Auto, ein Geländewagen, auf die Lichtung. Anscheinend war ein Pärchen auf die selbe Idee gekommen wie wir. Doch sie sollten uns kein großes Problem sein, da wir eh den ganzen Tag Jagen sein würden. Also teilten wir unser Abendessen mit ihnen und genossen die absolute Stille des Waldes. Ich liebte den Wald schon immer. Er war für mich ein Rückzugsort, ein Versteck vor dem manchmal so öden Alltag. Nach einem netten Abend mit etwas zu viel Alkohol gingen wir schlafen.

    Drei Monate nach dem Ausbruch:
    Ich lebe noch. Das ist das Wichtigste. Nach vier Tagen die ich im Wald verbrachte wanderte ich zu der alten Jagdhütte, die mein Onkel besaß. Auf dem Weg dorthin traf ich andere Überlebende des Ausbruchs. Sie erzählten mir, dass es wohl eine kontinentale Epidemie gegeben hat, die den Großteil der Bevölkerung dahingerafft, oder zu solchen „Wilden“ gemacht hat. Sie waren jedoch zu verängstigt als dass sie einen Fremden wie mich aufgenommen hätten. Sie überließen mit ein wenig Nahrung und Wasser, dann zogen sie weiter. Ich erreichte die Hütte nach einem eher beschwerlichen Fußmarsch. Sie lag hoch in den Bergen, wo genau weiß ich nicht. Ich kannte nur den Weg. Ich nistete mich dort ein, in der Hoffnung hier länger bleiben zu können. Ich hatte genug Vorräte um für eine Woche durchzukommen, dann würde ich weiter ziehen müssen. Ich hatte dort sogar ein Radio gefunden, aber das half mir auch nicht viel weiter. Eine Notfallnachricht, die in Dauerschleife wiederholt wurde. Wirkliche Informationen enthielt sie nicht. „Bleibt in den Wohnungen, Hilfe naht.“. Von wegen. Seit dem Ausbruch ist nicht viel geschehen. Soldaten sehen sich die Situation lieber von oben aus Flugzeugen und Helikoptern an, als irgendwie einzugreifen. Das zweite große Problem das es gab waren aber nicht von unnatürlichem Ursprung: Plünderer. Sie schlossen sich in Gruppen zusammen und nutzten das Chaos aus wo es nur ging. Kein Gesetz gilt hier in Chernarus mehr. Sie mordeten und raubten, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Ich selbst habe eine solche Gruppe gesehen. Sie waren gerade dabei Autos aufzubrechen. Schwer bewaffnet zogen sie umher. Besser man kommt ihnen nicht in die Quere. Ich aß mich also in der Hütte satt und schlief ein wenig. Das hatte ich in letzter Zeit sowieso zu wenig getan. Ich machte mir ernsthaft Sorgen um meine Familie. Ich konnte ihnen im Moment des Ausbruchs nicht erreichen, alle Telefone waren tot. Um zu ihnen zu gelangen muss ich mich durch Infizierte und Räuber schlagen. Ich sah für mich jedoch keine andere Möglichkeit weiterhin zu überleben ohne durchzudrehen. Ich musste sie finden. Ich war die ganze Zeit fest in dem Glauben, dass Dima sie beschützen würde. Er wird sie in Sicherheit gebracht haben. Sie leben noch. Ich weiß es. Deshalb brach ich auch am siebten Tag nach meiner Ankunft mit allen Möglichen Vorräten, die ich hatte beisammen kratzen können, los um meinen Eltern zur Hilfe zu kommen. Es gibt einen Weg, es gibt immer einen. Der Wald wird mich decken, bis ich die Situation genauer einschätzen kann. Offen herumzulaufen ist im Moment noch zu gefährlich. Der Mensch ist ein kaum besseres Wesen als die Kranken, die nun Tag und Nacht herumzogen. Keine Gesetze, keine Fesseln an die man sich halten muss. Natürlich gab es auch solche wie mich, die stets an das Gute im Menschen glaubte. Das hoffte ich zumindest. Und so begann meine Reise ins Ungewissen ohne Wiederkehr.



    Einstellung zur Momentanen Lage:
    - Ungewiss, da (noch) kaum Informationen über die jetzige Lage
    - Ist für andere Überlebende zugänglich, solange keine Gefahr besteht
    - Gehört keiner Gruppierung an


    Psyche:
    Sam ist psychisch stabil, wenn auch sehr vorsichtig was seinen Kontakt mit Menschen angeht. Er leidet vor allem wegen der Ungewissheit über das Verbleiben seiner Eltern und Verwandten. Einer Gruppe oder generell Gefährten ist er nicht abgeneigt.


    Eigenschaften:
    Überlebenskünstler: •••
    Gewehr: •••
    Pistole: •
    Zweihandwaffen: •
    Einhandwaffen: ••
    Athletik: •••
    Ackerbau: ••••


    Psyche: unsicher über das Verbleiben der Angehörigen, jedoch sonst unangeschlagen


    Gesinnung: Neutral


    P.S: Entschuldigung falls ab und zu Rechtschreib- oder Tippfehler auftauchen sollten, aber der Text war mir zu lange, als dass ich jedes Wort noch einmal ansehen könnte [Blockierte Grafik: http://dayz-standalone-rpg.de/wcf/images/smilies/biggrin.png] Und Entschuldigung dass der Text wieder n halber Roman geworden ist..... Ich kann einfach keine kurzen Texte schreiben [Blockierte Grafik: http://dayz-standalone-rpg.de/wcf/images/smilies/tongue.png]

    Name: Sam Marija
    Spitzname: Samy
    Alter: 26 Jahre alt
    Früherer Wohnort: Atlanta
    Früherer Beruf: auszubildender Biologe



    Vorstellung von Sam Marija


    Vorgeschichte:
    Mein Name ist Sam, einfach nur Sam. Ich bin 26 Jahre alt und ledig….leider.
    Ich bin am 2. September 1990 in Atlanta geboren. Mein Vater ist Amerikaner, meine Mutter Russin. Geschwister habe ich leider keine. Ich hätte aber gerne welche. Die meiste Zeit meiner Kindheit habe ich nämlich alleine verbracht. Mein Vater arbeitete auf dem Bau, meine Mutter als Kellnerin. Ich war also fast den ganzen Tag auf mich gestellt, bis sie Abends heimkamen. Ich ging wie jeder in meinem Alter in die Schule, jedoch fand ich nie recht Spaß daran, besonders weil ich nicht gerade der beliebteste war. Mit ein zwei Leuten verstand ich mich recht gut, dass war´s dann aber auch schon.


    So vergingen also die Jahre bis ich 17 war und die Entscheidung zu treffen hatte, wie ich weiter vorgehen sollte. Eines Abends als ich von der Bibliothek nach Hause kam, warteten meine Eltern bereits im Wohnzimmer auf mich. Ich dachte schon, es ist etwas Schlimmes passiert, da eröffneten sie mir, dass sie die letzten Jahre genug zusammen gespart hatten, um mir einen Platz am College zu ermöglichen. Das war wohl der rührendste Moment in meinem Leben. Meine Familie besaß nicht viel und Geld war eigentlich immer knapp für uns, aber ich durfte aufs Collage ! Meine Leistungen in der Schule waren immer schon befriedigend bis gut, aber ab diesem Moment strengte ich mich mehr an als je bevor. Ich erbrachte wirklich gute Noten im College und am ende hatte ich es geschafft. Ich war Klassenbester und hatte den besten Schulabschluss unseres College.


    Folglich bekam ich also ein Stipendium und konnte Studieren. Ich war mir jedoch im Unklaren darüber, was ich in meinem weiteren Leben werden wollte und so recherchierte ich lange Zeit was wohl zu mir passe. Nach langer Überlegung also beschloss ich mich Biologie zu studieren. Ich war schon immer sehr interessiert was Mensch und Natur angeht. Ich ging also auf eine Universität und lernte wieder mit dem selben Engagement, wie zuvor. Es war zwar etwas schwerer als zuvor auf dem College, aber insgesamt kein Problem für mich. Nach 2 Jahren war mein Studium zur Hälfte abgeschlossen und ich bekam eine Anstellung, also vielmehr einen Freizeitjob bei einem Professor namens Jonas Hambuild. Wir verstanden uns prächtig und wurden so etwas wie Freunde. Ich unterstütze ihn bei vielen seiner Studien und Experimenten. Nebenbei lernte ich auch viel für meine Prüfungen und meisterte diese fast immer auch mit guten Noten. Als meine Abschlussprüfungen immer näher kamen, stand für mich also fest, dass ich als Assistent im Labor von Prof. Hambuild arbeiten werde. Ich packte die Prüfungen locker und durfte in einem Halben Jahr anfangen zu arbeiten. Jetzt hatte ich jedoch eine Überraschung für meine Eltern: Ich hatte genug gespart um ihnen einen gemeinsamen Urlaub mit mir zu bezahlen. Wir flogen nach Chernarus, in das Heimatdorf meiner Mutter um genauer zu sein. Sie war seit 13 Jahren nicht mehr da gewesen und so war es für uns alle eine große Freude. Nach meinem Urlaub nehme ich dann meine neue Arbeit auf….so war es zumindest geplant. Ich wusste noch nicht, dass ich wohl nie wieder nach Hause zurückkehren würde….


    Hier und Jetzt:
    Wir waren bereits seit 1 ½ Wochen in Chernarus. Es war die meiste Zeit gutes Wetter und wir konnte viele Ausflüge machen. In der Zeit wo wir hier waren, wohnten wir bei meiner Tante. Sie wohnte im Gegensatz zu meiner Mutter immer noch hier und hatte inzwischen auch geheiratet und 2 Kinder bekommen. Ihr Sohn Dima war 25 Jahre alt und ihre Tochter Anastasia 20. Mit Dima verstand ich mich wahnsinnig gut und er wurde allein in der kurzen Zeit die wir da waren zu meinem besten Freund. Wir unternahmen viel zusammen, wir gingen Angeln, Jagen und Campen in den dichten Wäldern Chernarus. Es war die schönste Zeit die ich je hatte. Meine Tante besaß eine einigermaßen große Wohnung in Severograd, nahe der Stadtmitte. Die Bewohner Chernarus waren ein recht freundliches, wenn auch wortkarges Volk. Des Öfteren gingen wir, also Dima, ich und Ananstasia in einer Bar um die Ecke was trinken. Trinken konnte die Ansässigen hier recht gut und im Wettkampf war immer ich der, der zuerst umkippte. Aber alles in allem war es ein recht lustiger Zeitvertreib.


    Am Wochenende der 2. Woche beschlossen Dima und ich zusammen Jagen zu gehen. Aber diesmal wollten wir tiefer in den Wald, also nahmen wir Zelt und Campingausrüstung mit um gleich im Morgengrauen auf der Lauer liegen zu können. Dima kannte ein schönes Waldstück, dass voll von Wild war. Es lag etwa zwanzig Gehminuten von Nagornoe entfernt. Wir brachen Mittags auf um genug Zeit zu haben um dass Lager aufzubauen. Wir fuhren mit dem Pickup von Dimas Vater los, de ihn uns netter Weise zur Verfügung gestellt hatte. Wir fuhren etwa dreißig Minuten, bis wir die Stelle erreicht hatten. Wir bauten unser Zelt auf einer kleinen Lichtung auf. Es war schon Abend, deshalb machten wir uns ein Feuer und grillten uns Würstchen. Fast schon im Anbruch der Dunkelheit, fuhr ein zweites Auto, ein Geländewagen, auf die Lichtung. Anscheinend war ein Pärchen auf die selbe Idee gekommen wie wir. Doch sie sollten uns kein großes Problem sein, da wir eh den ganzen Tag Jagen sein würden. Also teilten wir unser Abendessen mit ihnen und genossen die absolute Stille des Waldes. Ich liebte den Wald schon immer. Er war für mich ein Rückzugsort, ein Versteck vor dem manchmal so öden Alltag. Nach einem netten Abend mit etwas zu viel Alkohol gingen wir schlafen.


    Schon um 6:00 Uhr standen wir auf und gingen auf die Jagd. Aufgrund des recht lockeren Jagdrechts in Chernarus, konnten wir quasi alles schießen was uns über den Weg lief. Wir waren also sicher dass wir Wild nach Hause bringen werden. Wir gingen etwa eine Stunde tiefer in den Wald und warteten auf einer Lichtung. Wir sahen einige Bergziegen, doch beschlossen auf etwas größeres zu warten. Nach zwei Stunden Wartezeit beschlossen wir gerade, unsere Position zu wechseln, als ich eine kurze Bewegung in einem dichten Gebüsch, etwa zweihundert Meter Luftlinie entfernt, wahrnahm. Ich machte Dima darauf aufmerksam. Er sah welches Gebüsch ich meinte und legte an. Eine Zeit lang passierte nichts und ich dachte fast schon ich hätte mich geirrt, da war es wieder. Diesmal konnte man die Umrisse einer Gestalt erkennen. Ich ging davon aus, dass es ein Hirsch war, denn die Größe stimmte ungefähr überein. Auch Dima hatte es bemerkt und zielte. Das Tier, (wir glaubten zumindest, dass es eines sei), bewegte sich weiter. Es schien als bückte es sich über irgendetwas, was am Boden lag. Dima hatte es genau im Visier, als er seine Stirn runzelte. „Sam sieh dir das an“, sagte er mit seinem russischen Akzent. Er reichte mir sein Jagdgewehr und ich sah durch das Langstreckenvisier und suchte das Ziel. Ich konnte das Gebüsch erkenne, dass wir die ganze Zeit betrachteten, doch die Umrisse konnte ich nicht als Hirsch identifizieren. Egal wie viel Mühe ich mir gab, ich konnte das Tier nicht richtig erkennen, deshalb beschloss ich mir anzusehen, worüber das Tier gebückt war. Ich zoomte noch etwas hin. Auch ich konnte nicht ganz glauben was ich dort sah. Es war ein totes Reh. Und das andere Tier aß davon! „Shit, was für Fleischfressende Tiere gibt es hier?“, fragte ich Dima erschrocken. „Ab und zu kommen ein paar Wölfe hier ins Tal, aber eigentlich nie so nah an die Dörfer heran, das ist besorgniserregend.“, antwortete er. Wir beschlossen beide, dass wir wohl besser schnell von hier verschwinden sollten, bevor wir noch in Schwierigkeiten kamen. Schnell machten wir uns auf den Weg zurück zum Auto. Als wir es erreicht hatten, stieg ich schon einmal ein und Dima verstaute die Ausrüstung auf der Ladefläche. Ich dachte gerade über unseren Ausflug nach, missmutig, dass er so schnell beendet war, als ich etwas hörte. Es war nicht Dima. Fußspuren. Tip tap tip tap. Dank meiner Erfahrung als Jäger konnte ich ganz genau sagen, dass es zwei Beine waren, die da aus dem Dickicht auf uns zustapften. „Dima komm vor schnell.“, flüsterte ich durch das offene Fenster. Dima reagierte sofort und schwang sich auf den Beifahrerplatz. „was ist ?“, kam von ihm. „Ich höre irgendetwas durch den Wald ziehen, aber viel zu laut für einen Wolf. Ich will trotzdem nicht länger hier bleiben. Dieser Wald strahlt etwas seltsames aus.“. „Ach komm mach dir nicht ins Hemd du wirst wohl...“. BOOM. Irgendetwas rammte das Heck unseres Offroaders. „Fuck was zum..“, rief ich und drückte gleichzeitig aufs Gaspedal. Die Reifen drehten durch und wir setzten uns viel zu langsam in Bewegung. Irgendetwas schrie wie ein geschlagener Hund. Endlich fuhren wir los. Ich bretterte den Feldweg so schnell entlang, dass wir fast vom Weg abkamen. „Verdammte scheiße was war dass den?“, rief ich außer Atem. Dima antwortete nicht. „Dima alles in Ordnung?“. „Verdammt Sam, das war kein Wolf oder irgendein anderes Tier. Das war ein Mensch“.


    Auf der weiteren Fahrt redeten wir kaum. Wir standen beide unter Schock. Laut Dima war ein Mann mit fahler, weißer Haut gegen unseren Offroader gerannt als wollte er hinaufklettern. Er bewegte sich seltsam abgehakt. Auch der Schrei kam von ihm. Ich konnte nicht verstehen was ein Mann alleine im Wald machte und warum er so aggressiv war. Mit diesem Rätsel hatte ich die ganze Fahrt zum Camp über zu kämpfen. Wir waren fast angekommen, da sprach Dima aus was wir beide die ganze Fahrt über dachten. „Das war kein Mensch mehr Sam. Das war kein Mensch. Er hat sich verwandelt in etwas böses, etwas unerklärliches.“. Ich konnte nichts dazu sagen. Ich war der selben Meinung.
    Wir fuhren auf unseren Zeltplatz und uns viel gleich auf, dass etwas nicht stimmte. Das Zelt unserer Nachbarn war zerrissen und der Grill umgeworfen. „Was zur Hölle?“, sagte Dima. Wir parkten etwas Abseits des Camps und gingen auf das Zelt unserer Nachbarn zu. Als wir davor standen, konnten wir erkennen, dass es wohl mit purer Gewalt zerstört wurde. „Hallo ist da wer drinnen ?“, rief ich. Niemand antwortete. „Ich komme jetzt rein, nicht erschrecken, ok?“, sagte ich noch. Ich zog die Zeltwand beiseite. Ich konnte nicht fassen was ich dort zu sehen bekam. „Oh verdammter Gott!“, rief Dima. Vor mir lag in einem Schlafsack halb eingehüllt unsere Zeltnachbarin. Sie war tot. Ein Arm war abgerissen und der Hals war vollkommen zerfetzt. Eine riesige Blutlache bildete sich um sie. „Was zur Hölle ist mit ihr passiert?“, fragte Dima mit fast flüsternder Stimme. „Ich weiß es nicht. Irgendetwas hat sie angefallen…. Oh mein Gott Dima sie ist tot!“, rief ich hysterisch. „Wir müssen die Polizei rufen, nein den Notarzt, ach nein beide!“. Dima sah mit bleicher Mine in mein Gesicht. Er stand offensichtlich unter Schock. “Wir haben hier kein Netz, das weißt du!“, sagte Dima. „ok, dann fahr mit dem Auto und hol Hilfe, ich bleibe hier und passe auf.“, antwortete ich. Dima dachte kurz nach und nickte dann: „Aber nimm das Gewehr und passe auf dich auf! Falls das, was sie so zugerichtet hat zurückkommt, bist du geliefert.“. Seine Worte waren nicht gerade aufmunternd, aber er hatte recht. Er schritt schnell zum Wagen und nahm das Gewehr von der Ladefläche. Er warf es mir zu und ging zur Fahrertür. „Komm bald wieder, sonst werde ich noch wahnsinnig.“, sagte ich. Er nickte abermals. Der Motor startete und weg war er. Ich stand allein auf der Lichtung mit einer toten Frau die von was weiß ich was zerfetzt wurde. Erst der Mann vorhin und jetzt das! Ich konnte den Anblick der Frau nicht weiter ertragen, deshalb schritt ich ein wenig umher und versuchte einen klaren Gedanken zu fassen. Was kann so etwas getan haben? Ich merkte wie ich schwitzte, daher ging ich zu unserem Zelt in der Absicht etwas zum trinken zu besorgen. Ich schritt gerade auf unser Zelt zu, da bemerkte ich das es offen stand! Ich stoppte sofort. Vielleicht war der Mörder, ob Mensch oder Tier gar nicht weg, sondern versteckt sich in unserem Zelt! Ich schritt langsam darauf zu. Meine Finger umklammerten den Griff des Gewehrs. Als ich etwa drei Meter vor unserem Zelt stand, ergriff ich all meinen Mut und sagte mit lauter doch gebrochener Stimme: „Raus da wer auch immer du bist!“. Eine kurze Bewegung in dem Zelt dann nichts. Ich wartete. „Letzte Chance. Ich bin bewaffnet und bereit zu schießen!“ rief ich noch einmal. Dann rührte sich wieder etwas, doch diesmal energischer. Ein knurren war von drinnen zu hören. Immer hektischer wurden die Bewegungen innen drinnen und die Zeltwand bebte. Nach wenigen Sekunden entblößte sich dann der erste Teil der Person die es langsam schaffte aus dem Zelt zu stolpern. Es war der Freund der toten Frau. „Was zum? Was haben sie getan? Wie….“, ich konnte es nicht fassen. Der Mann sah genau wie der von vorhin seltsam aus. Doch diesmal konnte Sam ihn genauer betrachten. Er hatte blutunterlaufenen Augen und gelbe Pupillen. Seine Glieder hingen schlaff an ihm herunter. Sein Mund war jedoch am auffälligsten. Er war blutverschmiert und ließ daher keine Zweifel offen. Er hatte seine Freundin getötet und zerfleischt. Ob bei er bei Sinnen war oder nicht, er musste es getan haben. Der Mann stolperte langsam auf mich zu. „STOP KEINE SCHRITT WEITER ODER ICH SCHIESE!“, schrie ich. Der Mann kam immer näher. „STOP VERDAMMT NOCHMAL“. Noch zwei Meter bis zu mir. Der Mann knurrte krankhaft und schritt weiter auf mich zu. Ein Meter noch. Ich hatte keine Wahl. Ich schloss die Augen und drückte ab. Ein lauter Knall ließ mich zusammenzucken. Als das Echo verklungen war, öffnete ich die Augen. Vor mir auf dem Boden lag der Mann. Ein Loch war an der Stelle, wo gerade noch sein gruseliges Auge war. Blut breitete sich auf dem Boden aus. Es sickerte durch die Erde und hinterließ eine rote Färbung. Ich atmete tief durch. Ich hatte also getötet. Kein Tier, einen Menschen. Mir wurde schlecht. Mein leben hatte ich der Entstehung und Entwicklung des Lebens gewidmet. Jetzt hatte ich genau das ausgelöscht. Meine erste Intention war, nach Hause zu laufen. Ich konnte nicht mehr hier bleiben, bei den zwei Toten. Ich stapfte also noch etwas verwirrt den Pfad nach Hause entlang. Ich kam zu einem Punkt auf einem Hügel über Nagornoe. Ich setzte mich kurz ins Gras. Tränen liefen über mein Gesicht. Ich konnte nicht fassen was heute alles passiert war. So saß ich da, bestimmt dreißig Minuten und wartete das mir Dima mit Hilfe entgegenkam, doch nichts passierte. Was kann mit ihm bloß passiert sein? Sonst war er immer sehr zuverlässig. Ich beschloss mir also selbst zu helfen und in die Stadt zu gehen. Ich war bloß ein paar schritte gegangen, da hörte ich aus Nagornoe Schüsse hören. In schnellen Intervallen, immer wiederkehrend wurde geschossen. Ich konnte keinen klaren dazu fassen was dort vorgeht. Nach ein oder zwei Minuten die ich in Deckung, ans Gras gepresst verbrachte, nahm ich das Gewehr und betrachtete die Situation in der Stadt aus der Nähe. Am Ortsausgang standen mehrere gepanzerte Fahrzeuge der Tschernarussischen Armee. Soldaten liefen hektisch hin und her und versuchten dem Anschein nach irgendwelche Befehle auszuführen. Sie brachten verschreckte Menschen in Buse und Trucks die am Stadtrand geparkt waren. Alle waren in Panik. Schüsse vielen wieder und ich versuchte den Ursprung dieser herauszufinden. Am Stadtplatz, der von meiner Position aus gut einsehbar war, schossen Soldaten auf Menschen. Menschen die aussahen wie der Mann den ich erschossen hatte. Sie hetzten auf den nächstbesten Menschen zu, ohne Furcht vor dem Tod. Sie waren wie Wilde. Gerade als eine größere Gruppe von diesen Tieren auftauchte, lud einer der Soldaten nach. Dies war sein größter Fehler. Gleich zwei fielen über ihn her und auch die Schüsse der anderen Soldaten konnten ihn nicht mehr retten. Blut lief über den Boden und die Bewegungen des Soldaten erschlafften. Er war tot. Das war zufiel für mich. Was ist bitte los? Menschen fallen wie Kannibalen über andere her und fressen sie auf! Was kann einen dazu bewegen so zu werden? Eine Krankheit. Das würde auch die körperlichen Erscheinungen erklären. Die blasse Haut, die unterlaufenen Augen, das waren alles Fiebersymptome. Das schien mir eine plausible Erklärung. Ich begann mir ernsthafte Sorgen um meine Eltern und meine Tante zu machen. Wurden sie von zuhause auch abtransportiert? Sind sie auch krank geworden? Nein das konnte nicht sein, gestern waren sie doch alle noch kerngesund. Obwohl…. Das war der Mann und seine Freundin auch. Ich konnte nicht mehr. Alles drehte sich. Um mich wurde Nacht.


    Als ich wieder aufwachte lag ich immer noch auf dem Hügel. Es war bereits Abend. Die Sonne berührte schon fast den Horizont und Dunkelheit brach herein. Ich muss wohl lange weggetreten sein. Ich sah sofort auf das Dorf vor mir herab. Eine dicke Rauchwolke stieg im Stadtzentrum in die Höhe. Die Fahrzeuge zum Abtransport der Bewohner waren weg. Nur ein Truck stand noch am Stadtrand, wo die Armee in aller Eile die Bewohner eingesammelt hat.
    Ich sah durch das Visier auf das Auto hinab. Um die zwölf Tote lagen um das Fahrzeug herum verstreut. Zwei davon Soldaten. Und inmitten all dieser Menschen schlurften ihre Mörder umher. Ich stand auf und eine wilde Entschlossenheit stieg in mir auf. Ich würde nicht so enden wie diese Menschen. Ich würde Überleben. Und mit dieser Einstellung ging ich zurück in den Wald. Der Wald war meiner Meinung nach der Beste Schutz den man in einer Situation wie dieser haben konnte. Keine Zivilisation, genug Nahrung und Wasser und am wichtigsten: Deckung. Ich übernachtete in den folgenden Tagen in den Wipfeln irgendwelcher Bäume. Ab und zu sah ich die Flugzeuge die über Chernarus hinwegflogen und die manchmal Vorräte abwarfen. Die Tage voller Ungewissheit, was los ist quälten mich aber ich sollte eher in Ungewissheit als in Gefahr leben, beschloss ich.

    -

    Tag 2:
    Wieder einmal begann ein Tag. Die Sonne ging auf und ich ließ mich durch die ersten wärmenden Strahlen des Tages wecken. Ich nahm ein eher schmähliches Frühstück aus Äpfeln und Fisch vom Vortag zu mir. Nachdem ich mir die Müdigkeit aus den Augen gerieben hatte, beschloss ich mir die nördlichen Städte Topolniki und Sinistok anzusehen, da ich dort erst recht selten nach Selma gesucht hatte. Ich machte mich auf den Weg, nachdem die Sonne den Horizont vollständig überschritten hatte. Ich machte mich eher langsam auf den Weg. Dafür war ich um so vorsichtiger. Gestern hatte ich nähmlich eine unangenehme Begegnung mit zwei wirklich sehr seltsamen Menschen. Ich lief durch den Wald, etwas nördlich von Vybor, da hatte ich plötzlich Sicht auf Männer die einfach nur rumstanden und sich unterhielten. Ich beobachtete sie noch eine Weile, dann zog ich weiter. Sie stellten zwar keine Gefahr dar, doch ich wollte keine unnötigen Risiken eingehen. Später am Tag lag ich auf einem Ausguck auf der Lauer. Die 2 Städte hatte ich schon abgegrast, wenn auch recht flüchtig. Gefunden Habe ich nichts besonderes, weder Waffen noch Kleidung. Selma erst recht nicht. Also lag ich dort oben und hielt Ausschau nach Wild. Nach circa einer Stunde Warten erblickte ich einen Fuchs der den Waldrand entlang lief. Ich legte an und schoss. Damit erregte ich wahrscheinlich aufsehen, doch mein Abendessen war somit gedeckt. ich genoss also ein paar gute Stück Fleisch und legte mich dann schlafen.

    Heute war ein ziemlich ereignisloser Tag....
    Ich streifte durch die Wälder im höheren Norden und sah mich nach Jagdbeute um. Ich fand lange nichts, daher beschloss ich mein Glück beim fischen zu versuchen. Ich nahm mir eine Plastikflasche die ich mit mir führte und schnitt sie bei der hälfte auseinander. Damit hatte ich eine perfekte Fischfalle. Ich betrachtete mein Werk und dabei viel mir ein, dass ich ja noch gar keinen Köder hatte! Ich suchte einen ganzen Acker ab, doch ohne Erfolg. Etwas grimmig stellte ich die Nahrungssuche ein. Ich setzte mich auf irgendeine Gartenbank und beobachtete die Umgebung. Als ich so da saß und den Vögeln lauschte, viel mein Blick auf die sechs Bäume vor mir. Apfelbäume! Und mit so vielen Früchten dran! Ich konnte mein Glück kaum fasse. Den ganzen Tag lief ich mit leerem Magen herum, auf der Suche nach Essbaren und jetzt hatte ich einen Garten voll davon direkt vor meiner Nase. Ich pflückte 6 Äpfel und aß direkt 3 davon. Den Rest packte ich in meinen Rucksack und zog weiter.

    Schon von weitem sah ich über das Flachland die Häuser von Kabanino. Ich beschloss vorsichtig zu sein und nur nach dem nötigen Ausschau zu halten. Als ich die Stadt fast erreichte, betrat ich noch ein altes Baugelände. Ich ging in einen Schuppen der voll von Kisten war. In der Mitte stand ein rostiges Ölfass. Ich ging hin und nahm den Deckel ab. ich war erstaunt über das, was ich darin fand. Lauter Krimskrams, 2 Pistolen, ein Walkie-Talkie und sogar eine Angel. Ganz oben lag ein durchnässtes Blatt Papier. Ich nahm es in die Hand und las. Ein anderer Überlebender bat darin um Hilfe bei der Besorgung verschiedener Gegenstände. Außerdem solle man bitte nichts wegnehmen. Ich hatte leider nichts relevantes dabei, also hinterließ ich eine kurze Notiz und machte mich dann vom Acker. Ich durchsuchte noch ein paar alte Häuser, dann machte ich mich wieder auf in den Wald. ich begegnete heute niemandem außer mir selbst. Doch das kann sich jeden Moment ändern. Ich bleibe vorsichtig.

    Charakterwerte:
    Überlebenskünstler: ••••
    Gewehr: •••
    Pistole: •
    Zweihandwaffen: •
    Einhandwaffen: ••
    Athletik: •
    Ackerbau: ••
    Psyche: unsicher und chronisch ernst

    Name: Zavyera Kyrotcic
    Spitzname: Zavy
    Geburtstag: 2. September 1962 (53 Jahre alt)
    Geburtsort: Sewerskaja (ca. 100 km entfernt von Chernarus)
    früherer Wohnort: Dobroe
    früherer Beruf: Forscher, Biologe

    Vorgeschichte
    Mein Name ist Zavyera. Meine Freunde nennen mich aber nur Zavy. Ich bin in einer Stadt im westlichen Teil Russlands aufgewachsen und studierte dort auch Bioingenieurwesen und Chemie. Warum beides? Na ja ich interessierte mich eben für den Aufbau von Lebewesen und Elementen und zwar bis ins letzte Detail. Nach meinem Studium machte ich Urlaub in Europa, genauer gesagt in Paris. Dort traf ich auch meine jetzige Frau Katherina. Wir begegneten uns bei einer Führung im Louvre. Von da an ging alles sehr schnell. Wir verliebten uns und beschlossen zusammen zu bleiben. Wir verbrachten noch eine weitere Woche in Südfrankreich am Meer, bevor es in ihre Heimat nach Luxemburg zurückging. Da sie nur Semesterferien hatte und ihr noch immer 3 Semester ihres Jurastudiums bevorstanden, zog ich in ihre kleine Wohnung. Nachdem sie das auch geschafft hatte, schlug ich ihr vor mit mir nach Chernarus zu ziehen, da dort entfernte Verwandte von mir lebten und ein freies Einfamilienhaus hatten. Zuerst war sie etwas skeptisch, vor allem wegen der ihr vollkommend unbekannten Sprache und Schrift. Nach einer Weile sagt sie trotzdem zu.

    Sie lernte meine Sprache wahnsinnig schnell, so dass uns nichts mehr im Wege stand. Nach 4 Monaten also, zogen wir nach Chernarus. Nach Dobroe übrigens. Ein sehr hübscher, eher ländlich geprägter Landstreifen nahe der Küste. Eine Zeit lang lebten wir von unseren Ersparnissen und alles lief gut, doch irgendwann musste ein Job her. Ich fragte mich herum und erfuhr recht bald, dass bei der Regierung eine freie Stelle im Labor war. Ich informierte mich noch etwas weiter nach Gehalt und Arbeitszeiten. Nachdem ich mich mit diesen zufriedenstellen konnte, fragte ich bei unserem Bürgermeister, Herr Zublov, an und er vermittelte mich recht schnell an die richtigen Personen. Nach einem kurzen Gespräch mit diesen war der Job fix. Mein wirklich gutes Abschlusszeugnis war wohl überzeugend genug. Außerdem wirkten die Personen die mich einstellten, zwei Bürokraten wie es schien, nicht wirklich viel Ahnung von der Materie zu haben. Nachdem ich also meine Stelle angetreten bin, arbeitete ich 5 Tage in der Woche in einem Labor, nahe des Flughafens. Katherina hatte inzwischen eine Anstellung in einer Kanzlei ganz in unserer Nähe gefunden. So lebten wir also glücklich die nächsten Jahre.
    Nachdem Ich auch noch zum Projektleiter befördert wurde, und endlich genug verdiente um eine Familie zu ernähren, beschloss ich Katherina einen Antrag zu machen. Zu meinem Glück nahm sie sofort an und wir heiraten noch in diesem Sommer. Wir hatten eine tolle Ehe. Jeder respektierte den anderen und wir konnten ein wundervolles Leben in Chernarus führen. Ich lernte auch schnell neue Leute kennen. Zum Beispiel den vorher erwähnten Bürgermeister, Herr Zublov, oder wie wir Freunde ihn nennen: Petrvit. Wir hatten eine Schöne zeit miteinander. Ob Kartenspiel, Wanderausflug oder unsere Lieblingsbeschäftigung Fischen, alles konnte man mit ihm machen. Zusammen mit ihm und Unserem Nachbar Herr Kliscgac, erlebten wir so einige Abenteuer in Wald und Natur. Wir gingen oft campen und jagen. Das ganze lief so lange, bis mir Petrvit schließlich eines seiner kleineren Jagdgebiete überließ. Ein kleiner Wald, nordöstlich von Dobroe. Dort konnte ich mich nach meiner teilweise doch sehr anstrengenden Arbeit entspannen. Im Jahre 2002 bekamen ich und Katherina ein Kind. Ein Mädchen mit Augen denen man nichts verweigern konnte. Wir nannten sie nach einiger Überlegung Selma. Sie wuchs schnell heran und entwickelte sich zu einem ausgenommen süßen Mädchen. Sie hatte wirklich Biss: Nichts und Niemand war vor ihr sicher bis sie erreicht hatte was sie will. Gerade das erinnert sie total an mich selbst. So vergingen also die Jahre und auch ich wurde älter.

    Es war der Frühling 2010, an dem meine Geschichte weiter gehen soll. Ich war gerade zuhause angekommen, da hörte ich schon den Fernseher. „Zavyera komm schnell, sieh was sie gerade bringen!“, rief Katherina mich an. Ich konnte fassungslos beobachteten was für Bilder sie brachten. Straßenschlachten in weiten Teilen Zagorias. Menschen die kämpften und fielen. Hunderte waren es. Ich ging in der darauffolgenden Woche nicht zur Arbeit und auch meiner Frau und Kind verbot ich das Haus zu verlassen. Zu ihrer eigenen Sicherheit. Dank der UNO beruhigte sich der Bürgerkrieg recht bald wieder, doch ab da an war nichts mehr wie zuvor. Die Menschen gingen durch die Straßen, nicht ohne zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Jeder war misstrauisch. Nur kurz nach dem Bürgerkrieg erhob sich eine neue, korrupte Regierung in Chernarus. Gesetze wurden erlassen. Regeln verschärft. Die Wehrpflicht wieder eingeführt. Das war der Beginn des Untergangs unserer Zivilisation. Auch mich betraf dieser Regierungswechsel. Ich wurde von meinem alten Labor in eine neue Forschungseinrichtung verlegt, die hauptsächlich auf die Entwicklung Biologischer Waffen ausgerichtet war. Mein Alltag änderte sich heftig. Kontrollen standen an der Tagesordnung und der Druck wurde immer höher. Niemand meiner Arbeitskollegen und früherer Freunde wollte für diese menschenverachtende Regierung arbeiten, doch wir mussten. Das wurde uns vor allem durch den Umgang mit Aufständen klar. Jeder Protest und sei er noch so klein, wurde mit Waffengewalt niedergeschlagen. Katherina wurde das Amt als Anwältin untersagt. Wir konnten nichts dagegen tun. Wir führten reihenweise Tests durch. Erst im Untergrund, dann an der Oberfläche. Die Giftstoffe waren hoch toxisch und lebensgefährlich für jeden von uns. Zwei mir unbekannte Forscher starben an der tödlichen Wirkung eines Gases. Die Arbeit wurde immer unter der Aufsicht der CDF durchgeführt. Sie beobachteten uns immer und überall. An einem Tag an dem ich Gott sei Dank zu Hause war, passierte was passieren musste: einer der Tests lief schief. Ein Giftstoff wurde an der Oberfläche freigesetzt und konnte nicht aufgehalten werden. Sie dachten zunächst er wäre unschädlich doch darin täuschten sie sich. Ich war aufgrund der Kontaminierung des Forschungslabors nicht auf der Arbeit. Noch eine Woche dauerte es bis wir wieder einsteigen könnten haben sie gesagt. Es war ein sonniger Tag, also ging ich mal wieder jagen. Schon lange war ich dieser Beschäftigung nicht mehr nachgekommen. Ich nahm Selma mit, den auch sie hatte ihren Spaß daran. Außerdem würde uns ein Vater-Tochter Tag mal wieder gut tun. Wir saßen also seit circa 2 Stunden auf meinem selbstgebauten Hochstuhl ,und beobachteten das Umland. Wir vertieften uns in Gespräche wie schon so lange nicht mehr. Wir hatten gerade einen riesen Spaß uns dumme Namen für unsere Regierung einfallen zu lassen, da klingelte mein Telefon. Ich schaute auf das Display. Es war mein Chef, ein rauer Mensch ohne Taktgefühl. Er zitierte mich sofort in sein Büro. Als ich fragte wieso, antwortete er nur: „Der Giftstoff ist viel gefährlicher als wir dachten. Du bist einer der Verantwortlichen gewesen, also komm schleunigst hier her, oder ich lasse dich abholen.“. ich hatte also keine andere Wahl. Ich besuchte die Einrichtung, und hörte mir an was sie zu sagen hatten. Was ich erfuhr erschrak mich zu Tode. Es war nicht nur irgendein Giftstoff, sondern der nach dem wir die ganze Zeit geforscht hatten. Er war absolut tödlich, wenn nicht noch schlimmer. Ich konnte das alles nicht glauben. Sie hatten uns alle ins Verderben getrieben. Alle. Niemand konnte diesem sich schnell vermehrendem Virus entkommen. Ich war so wütend, dass ich ohne ein weiteres Wort die Einrichtung verließ. Ich ging nach Hause und bleib dort die Nächsten Wochen. Ich wurde ständig angerufen, dass ich wieder meinen Job antreten sollte, doch ich antwortete nicht.

    So geschah es also eines Morgens, dass ich von einem heftigen Klopfen geweckt wurde. Ich war noch im Schlafanzug und ganz schläfrig als ich öffnete. Sofort betraten sechs uniformierte Soldaten unser Haus. Ich stellte mich in den Weg und schrie ganz verzweifelt, doch ohne Erfolg. Sie bahnten sich den Weg durch die Flure und griffen sich meine Tochter und meine Frau. Ich schlug um mich und schrie was sie wollten, doch sie hielten mich und meine 2 Liebsten nur fest und warteten. Ein höher rängiger Soldat, ein Oberst oder Hauptmann wie es schien, kam zur Türe herrein. Er blieb vor mir stehen und sah mir in die Augen. „So schwach wenn es um die Familie geht hm?“, sagte er. „Sie alle werden umgehend ins militärische Gefängnis in Stary Sobor gebracht. Sie hätten sich vorher überlegen sollen wem sie Gefolgschaft leisten. Unter meinem Befehl wird kein Deserteur stehen. Auch sie nicht Herr Krovakcic. Sie mögen ja ein wirklich guter Forscher sein, doch wir haben keine Verwendung mehr für sie. Außerdem wissen sie zu viel. Abführen.“. Ich konnte das Alles nicht fassen. Sie zerschlugen mir meine Gesamte Existenz in nur wenigen Sekunden. Nein, das Konnte ich nicht mit mir machen lassen. Ich griff den Soldaten, der mich festhielt und verpasste ihm einen schweren Tritt gegen das Schienbein. Er heulte auf. Diese Chance nutzte ich und zog sein Messer, das an einem Gurt befestigt war. Ich rammte es ihm so fest ich konnte zwischen die Rippen. Er machte ein letztes klägliches Geräusch und kippte weg. Zu meinem Glück war die hälfte des Soldatentrupps schon aus der Haustüre und ich hatte es nur noch mit 2 Soldaten zu tun. Ich gab der Türe einen Tritt und sie viel ins Schloss. Ich sprang zur Seite, gerade noch so um einem Schlag des Bewachers meiner Frau zu entkommen. Ich stach auch diesem das Messer in den Bauch und er kippte um. Der Letzte hatte sich jedoch schon in Kampfstellung gebracht und eine Pistole gezogen. Ich konnte nichts tun. Da griff meine Frau den Lauf und rang den Soldaten zu Boden. „Rennt! Sofort!“, schrie sie und ich packte Selma die sich vor Angst nicht bewegen konnte und ich lief durch den Flur zum Hinterausgang. Ich hatte die Türe gerade erreicht, da hörte ich 3 kurze Schüsse aus dem Wohnzimmer. Ich riss den Kopf herum und konnte sehen wie meine Frau zu Boden stürzte. Mir wurde schwindelig. Sie war tot. Meine Liebe des Lebens. Und das Alles nur wegen diesem Regime. Ich konnte mich erst wieder besinnen, als ich Schritte hörte, die schnell um das Haus herum liefen. Ich riss die Türe auf und trug Selma auf den Händen zu unserem Auto. Ich öffnete schnell die Türe und setze mich hin. Selma setzte ich auf den Beifahrersitz. Ich steckte die Schlüssel ein und der Wagen fuhr los. Ich raste auf den Feldweg zu, der von unserem Dorf wegführte. Hinter uns konnte ich gerade noch so einen Jeep erkennen der uns folgt, dann erreichte ich die Straße. Ich zog das Lenkrad herum und fuhr weiter. Schüsse vielen nun auch von hinten. Ich duckte mich weg. Als ich den Kopf wieder hob, ash ich gerade noch den Felsen, der vor mir aufragte. Ich versuchte zu bremsen, doch zu spät. Wir donnerten mit der Seite auf der Selma saß voll gegen des Stein. Glas splitterte und Metall flog umher. Alles wurde schwarz. Ich erwachte erst als ich ein seltsames knistern wahrnahm. Ich öffnete langsam die Augen. Alles war verschwommen. Ich zwinkerte 2 mal und sah dann besser. Das Auto lag schief auf der Straßenseite und um mich herum brannte alles. Ich schrak auf und löste meinen Gurt. Schnell schaute ich mich um und suchte Selma. Ich hatte sie nicht angeschnallt ! Ich sah noch einmal auf die Rückbank, konnte jedoch niemanden finden. Also stieß ich mich aus dem Fenster und brachte mich in Sicherheit. Ich lief um die Unfallstelle herum, doch Selma war verschwunden. Ich sah mich um. Unsere Verfolger waren auch weg. Vielleicht habe ich sie abgehängt, vielleicht haben sie Selma mitgenommen. Aus Rache. Ich konnte nicht mehr klar denken. Alles was ich wusste war das ich sie finden muss. Meine Frau war schon von mir gegangen nun darf auch nicht noch meine Tochter weg sein. Es darf einfach nicht so sein. Ich begann also die gesamte Umgebung abzusuchen. Ich fand sie nicht. Es wurde bald dunkel, also beschloss ich morgen weiter zu suchen. Ich suchte mir eine Lichtung im Wald und machte ein Feuer. Dann brach ich in Tränen aus. An nur einem tag wurde mir alles genommen was mir je etwas bedeutet hatte. Ich kämpfte noch lange mit den Tränen bis ich endlich einschlief.

    Seit diesem Tag an bin ich auf der Suche nach meiner Tochter. Ich bin mir sicher, dass sie noch lebt. Mein neues Zuhause sind die Wälder Chernarus.
    Ich ernähre mich von den Bächen und Brunnen. Von Bäumen und Tieren. Ich hatte Gott sei dank schon etwas Erfahrung mit dem Leben in der Natur. Jetzt brauche ich diese so dringend wie noch nie. Ich kann mich nicht mehr in den Städten blicken lassen, ansonsten nehmen sie mich auch fest und ich kann nichts mehr für Selma tun. Also werde ich weiter nach ihr suchen.

    Hier und Jetzt:
    Ich bin immer noch am Leben. Was man nicht mehr von vielen behaupten kann. Der Virus hat sich vollkommen entfaltet. Kaum ein Mensch ist mehr am Leben. Alle sind „mutiert“ und fressen sich gegenseitig. Ich schütze mich mit den Blättern und Stämmen des Waldes vor diesen Ungeheuern. Ich ziehe immer noch durch Chernarus weil ich weiß das sie noch lebt, Selma hat es geschafft. Irgendwann finde ich sie. Irgendwann. Jetzt lebe ich jedoch noch in den Wäldern. Ich traf einige Überlebende manche freundlich, manche Banditen. Aber pass auf, den auch sie wollen nur überleben. Also denk daran: der Wald ist dein Freund….der Wald ist dein Freund.

    Einstellung zur Momentanen Lage:
    - Rechtschaffend Neutral
    - keinerlei Sympathien, sogar Hass gegen Regierung, Politiker, Militär.....
    - neutrale Einstellung gegenüber anderen Überlebenden

    Psyche:
    - Zavyera leidet durch die Ungewissheit über das Schicksal seiner Tochter. Dadurch wurde sein Verhalten und seine Psyche stark beeinflusst. Er ist also sehr verbittert und ernst.
    - Er ist außerdem ein "Lone Wolfe" er würde sich in einer Gruppe auf längere Zeit falsch aufgehoben fühlen. Er führt zudem manchmal Selbstgespräche.

    Charakterwerte:
    Überlebenskünstler: ••••
    Gewehr: •••
    Pistole: •
    Zweihandwaffen: •
    Einhandwaffen: ••
    Athletik: •
    Ackerbau: ••
    Psyche: unsicher und chronisch ernst

    Spezialfähigkeit: bleibt in Wäldern komplett ungesehen

    P.S : Sorry für die Länge der Vorstellung, aber ich konnte mich einfach nicht im Zaum halten. Hat ziemlich Spaß gemacht ^^